- Details

"Brücken überwinden Grenzen“
In den Orten Rech und Insul an der Ahr und anderswo in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten haben Hilfskräfte der Bundeswehr und des THW Behelfsbrücken gebaut.
Brücken führen Menschen zusammen, sie überwinden Gräben und helfen Menschen in der Not und aus der Isolation heraus.
Sie stehen fast sinnbildlich für unsere derzeitige Situation angesichts der Flutkatastrophe, der vielen bedrohten Existenzen, aber auch der Folgen der Isolation durch die Pandemie.
Jetzt sind umso mehr Brückenbauer wichtig, und keine, die noch tiefere Gräben ziehen. Es sind Menschen wichtig, die wie Brücken ganz konkret in der Not und in der Einsamkeit helfen. Das passiert heute, Gott sei Dank, an vielen Orten.
Darum Dank auch und gerade an alle, die sich aufmachen und helfen, die Brücken bauen und die Not des Nächsten sehen.
„Neige, Gott, dein Ohr und höre! Öffne, Gott, deine Augen und sieh her!“
Monatsspruch für August aus 2. Könige 19,16
Bleiben Sie behütet!
Wolfram Glindmeier, Pastor
- Details

In den Nachrichten sehe ich täglich die Bilder der Flut, unfassbar, furchtbar, surreal… Worte können fast nicht wiedergeben, was einem dabei durch den Kopf geht. Und dann das Gefühl der Ohnmacht gegenüber den Naturgewalten, die Fragen nach Schuld und Versäumnissen angesichts all dessen. Diesen Fragen wird man sich zu stellen haben. Aber jetzt ist erst einmal retten, helfen, schützen, bergen angesagt. Und viele helfen mit. Die Menschen sind dankbar, freuen sich über jede Hilfe. Da sind Menschen, die das Herz in die Hand nehmen, sich auch unter Lebensgefahr einsetzen, um andere zu retten.
So wie der Baggerfahrer, der sagte: Ich baggere euch die Schleuse frei. Gesagt, getan und hat den Abfluss freigebaggert, das Wasser konnte geordnet abfließen und die Staumauer war gerettet. Ein Held wollte er nicht sein: Das hätte jeder andere auch getan, sagte er, er habe gebetet und dann mit dem Gottvertrauen gearbeitet, die Staumauer werde schon halten. Beten und baggern, beten und handeln, beten und spenden. Lasst uns solidarisch sein. Ich zünde eine Kerze an und bete für die Betroffenen, Angehörigen und die Rettungskräfte um Beistand und Hilfe.
Gott helfe euch, Gott schütze euch. Amen
Brigitte Mehl
- Details

Eine Schaukel schwingt in den Sonnenuntergang. Wie eine Erinnerung an Kindertage, an freie Zeiten, bleibt die Schaukel für mich ein Versprechen: an Augenblicke des Glücks, der Freiheit.
Mit eigener Kraft sich Schwung holen und dem himmlischen Blau entgegenstreben; Immer wieder die gleiche Bewegung ausüben: Strecken und Spannen, Beugen und Einziehen. Nur so eröffnet die Schaukel einen neuen Blick. Macht die Dinge kleiner. Macht die Sorgen leichter.
Weil ich einen Augenblick über den Dingen schwebe, bevor mich die Bewegung in die andere Richtung zurück zur Erde zieht; Und dann erneut in den Himmel mich hebt und mir wieder einen neuen Blick gibt. So lösen sich die Ketten des Alltags-Gleichen.
Die Schaukel schwingt hin und her, und die Seele schwingt mit, nimmt sie heraus aus der strengen Zeit hinein in den Rhythmus einer freien Zeit fast wie ein Gebet: Es ist bewegtes Verweilen und gespanntes Loslassen. Spielerische Freude.
Ich wünsche Ihnen eine beschwingte Sommer- und Urlaubszeit
Ihr Alexander Dietz
- Details

Eine junge, kräftige Europäerin mit Schwimmweste hält einen afrikanischen Geflüchteten im Arm. Er ist um einiges größer als sie, lässt seinen Kopf auf ihre Schulter fallen. Wir blicken direkt in sein Gesicht: erschöpft und glücklich. Die junge Frau hat ihn gerade mit ihrer Bootsbesatzung aus dem Mittelmeer gerettet.
Am 20. Juni war Weltflüchtlingstag. Weltweit sind so viele Menschen auf der Flucht wie in unserem Land wohnen. Eine unfasslich große Zahl.
Abends in den Nachrichten habe ich dieses Foto gesehen.
Es rückt mir nahe. Ein starkes Bild für Barmherzigkeit.
Unsere Kirche, die Evangelische Kirche in Deutschland, hat vor ein paar Monaten die „Sea-Watch 4“ ins Mittelmeer gesandt. Das Bündnis für das Rettungsschiff heißt: „United4Rescue — Gemeinsam Retten!” Es kann etwa 300 Flüchtlinge an Bord unterbringen. Bei akuten Notfällen können es für kurze Zeit aber auch bis zu 900 sein. Das Schiff hat einen Schutzbereich speziell für Frauen und eine Krankenstation, die zwei Behandlungsplätze umfasst.
Spendenkampagne #WirschickeneinSchiff
Hier können Sie an den gemeinnützigen Verein „Gemeinsam Retten e.V.“ spenden: Spendenkonto bei der KD-Bank: IBAN: DE93 1006 1006 1111 1111 93