Jüdischer Friedhof Stockelsdorf
Eine historische Sehenswürdigkeit in Stockelsdorf ist der jüdische Friedhof. Durch seine Lage und durch den unberührten Charakter der Gräber mit ihren geheimnisvoll wirkenden Inschriften übt er eine besondere Faszination aus.
Er ist eine grüne Oase mitten im verkehrsreichen Zentrum, versteckt hinter Fliederbüschen, die ihn von einer großen, geteerten Parkplatzanlage abtrennen.
Der Stockelsdorfer jüdische Friedhof umfasst ein kleines Areal mit 37 Grabmalen, die zumeist gut erhalten sind. Auf den meisten Grabmalen befinden sich hebräische Inschriften. Die früheste Bestattung stammt aus dem Jahr 1812.
Zehn der Gräber tragen zusätzlich Angaben in lateinischer Schrift. Aus einer dieser Inschriften geht hervor, dass die letzte Bestattung im Jahr 1919 stattfand.
Die Gemeinde Stockelsdorf und die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Stockelsdorf haben einen Bildband über den jüdischen Friedhof in Stockelsdorf herausgegeben: Haus der Ewigkeit.
Genauere Informationen finden Sie unter:
palti.kirche-stockelsdorf.de

Buchprojekt „Haus der Ewigkeit“
Folgende Inhalte sind vorgesehen:
- Geschichte des Friedhofs
- fotografische Portraits der Grabmale
- Übersetzung der Grabinschriften samt biografischen Angaben zu den dort begrabenen Kindern, Frauen und Männern
- Deutung der Symbole und epigrafischen Besonderheiten auf den Grabmalen
- Erläuterung der hebräischen Schriftzeichen
- künstlerische Graphiken zu den Grabmalen
- Friedhofspädagogik
Durch dieses Projekt wird der jüdische Friedhof als Stockelsdorfer Kleinod gewürdigt und in Schleswig-Holstein als feste Größe etabliert. Der Bildband möchte u. a. dazu einladen, den Friedhof zu besuchen – z. B. auch mit Schülerinnen und Schülern.
Wir möchten vergangenes und gegenwärtiges Judentum in unsere Mitte holen.
Zeitplan: Fertigstellung des Bildbandes – August 2019
Autorengruppe:
Natanja Hüttenmeister, Almuth Jürgensen, Harald Werner, René Blättermann, Rolf Verleger, Jörg Schiessler, Dr. Stephan Eick
