Hurra! – Wir feiern 50. Kita. – Geburtstag

Am 30.April 2021 ist es soweit. Der „Gute Hirte“ wird 50 Jahre alt. Die Mitarbeiter und alle Kinder sind schon mächtig aufgeregt und können es kaum erwarten. Es gibt bis dahin noch viel zu tun, um das Fest zu einem gelungenen Ereignis werden zu lassen. Coronabedingt wird es statt einer großen Feier ein einrichtungsinternes Jubiläumsfest für die Kinder geben. Mit einer Andacht wird die Feierlichkeit eröffnet. Im weiteren Verlauf erwartet die „Kleinen“ ein buntes Geburtstagsprogramm mit leckerem Essen und vielen Aktionen rund um das Motto: „Der gute Hirte“. So wird im Laufe des Tages eine Fahne, von den Kindern, mit dem Motiv des guten Hirten bemalt und zum Abschluss feierlich gehisst werden.
Ein weiteres Highlight wird das Erzähltheater in einer Jurte sein. Hierfür erhält jedes Kind eine Eintrittskarte und kann sich mit einer Tüte Popcorn die Geschichte vom Guten Hirten anschauen. Auch sollen alte Kinderspiele wieder zum Leben erweckt werden, wie Brezelbeißen, Seilspringen, Gummitwist, Murmelpicken, Tauziehen… In einer Bastelaktion entstehen Schafe, die dann an einen lebensgroßen Hirten an den Mantel befestigt werden und künftig die Halle der Kita. zieren. Natürlich darf auch eine Geburtstagstorte nicht fehlen, die ebenfalls mit dem Motto des Tages verziert, zum Abschluss mit Fontänen und Wunderkerzen, wie auf dem Traumschiff, vom Kollegium serviert werden wird.

Ja, 50 Jahre ist es her. 50 Jahre, in denen einiges geschehen ist. Angefangen am 30.April 1971, wo sich die Türen des Kindergartens öffneten. Damals noch in der Marienburgstraße 8, vor der Kirche, wo heute die Parkplätze sind. Gestartet wurde mit drei Gruppen. Zu der Zeit gab es noch einen Vormittags – und einen Nachmittagsbetrieb. Die erste langjährige Leitung war Frau Demenius, danach folgte über lange Jahre Frau Voß-Wäsche. Der damalige Träger war Stockelsdorf -Mori. Stockelsdorf hatte zu dem Zeitpunkt noch zwei Kirchengemeinden, die dann später fusionierten.
Mit den Jahren kam die Idee seitens der Gemeinde auf, den Ortskern zu verschönern. So wurde 1999 der Beschluss für den Neubau des Guten Hirten im Parkweg 2 gefasst und am 15. November 2002 wurde Einweihung gefeiert. Gestartet wurde im „neuen“ Haus mit 2 Gruppen. Einige Jahre dann gab es Haus 1 und 2. Bis durch die Fertigstellung des neuen Gebäudes mit diversen An – und Umbauten der Umzug des Hauses 1 in 2007 vollzogen werden konnte.

Ein wenig wehmütig denke ich gerne noch an die Zeiten im „alten“ guten Hirten zurück. Hatten wird dort eine schöne und ereignisreiche Zeit. So erwartete einem am Morgen auch schonmal so manche Überraschung. War das Haus doch in die Jahre gekommen, das Flachdach nicht mehr ganz zuverlässig im Abweisen von Nässe. So gab es an manchen Morgenen eine Überschwemmung im Inneren zu beseitigen. Da hieß es schnell den Dachdecker anrufen und feudeln, bevor die Kinder kamen. Schützenumzüge wurden jedes Jahr mit Hilfe des Wasserwerkes begangen. Sie stellten uns alljährlich einen Wagen zur Verfügung. Damals machte man sich noch nicht so viele Gedanken um Sicherheitsmaßnahmen, es wurde einfach ziemlich gut aufgepasst und alles so gut es ging abgesichert.
Aus den noch anfänglichen Schlaffesten in der Kita. wurde für die Kinder, die zur Schule kamen, eine zweitägige Übernachtung in Süsel, die für die angehenden „Schulis“ Freude und Herausforderung zugleich bedeuteten, da sie für länger von zuhause fort waren. Auch der lebensgroße Osterhase, der jedes Jahr kam, hatte Tradition oder die Hoppe Tosse, ein echtes Boot, dass in liebevoller Arbeit monatelang von einigen Vätern aufgearbeitet und TÜV gerecht hergerichtet wurde, diente den Kindern draußen als Spielgerät. Das Altenheim „Eichenhof“ (damals noch in der Segeberger Straße) wurde regelmäßig besucht. Die Kinder erfreuten die Bewohner mit Gesang und Tanz. Die Nähe zur Kirche ermöglichte so manche Schau auf eine Hochzeit. Gespannt wurde auf das Eintreffen der Braut gewartet, die dann von den Kindern und Erziehern bejubelt wurde.
Das Haus im Parkweg 2 wurde dann stetig durch Anbauten erweitert und umfasst mittlerweile 4 Elementargruppen, davon eine Halbtagsgruppe und 2 Krippengruppen. Die erste Krippengruppe nahm ihren Betrieb 2009 auf. Später dann, durch einige Umbauten im Haus, konnte die zweite Krippengruppe 2018 ihre Arbeit aufnehmen. Der letzte Umbau, gleichzeitig mit der Entstehung der zweiten Krippe, ermöglichte die 4. Elementargruppe im Haus. Das Team ist stetig gewachsen und umfasst nun derzeit 16 pädagogische Fachkräfte. Frau Döring ist die Leitung der Einrichtung und nun auch schon seit 5 Jahren mit ganz viel Herz bei der Arbeit. Frau Inacio und Frau Weetendorf sind mit ihren 39 und 27 Jahren das Urgestein der Einrichtung. Auch zu diesem Gebäude gibt es schon viele Geschichten zu erzählen, läuft der Betrieb im Parkweg inzwischen auch schon seit fast 20 Jahren und auch hier blicken wir mittlerweile auf schöne und ereignisreiche Zeiten zurück. So wurde in einer Wochenend – Aktion (Pflanzfest) die Hecke rund um das Außengelände gepflanzt. Eltern, Erzieher und Kinder buddelten fleißig Löcher in den Boden, was ziemlich anstrengend war. Entpuppte sich der Boden doch als steinig und lehmig. Doch im Anschluss waren alle bei Kaffee und Kuchen sehr stolz auf das Ergebnis.
Das Wasserwerk ermöglichte dann die Erweiterung des Spielplatzes, indem sie ein Teil ihres Grundstückes zum Fußball spielen an die Kita übergaben. So manches Fußball -Turnier wurde auf der Fläche ausgetragen.
Auch Flipsi, das Eichhörnchen begleitet uns schon über Jahre. Die Kinder freuen sich immer, wenn sie es entdecken und versorgen es im Winter mit der einen oder anderen Nuss. Flipsi bekam auch zu Weihnachten 2020 ein Futterhaus, das eigens von den Kindern für ihn zusammengebaut wurde. Auch die Krippe hatte ein Eichhörnchen – Erlebnis! Es war an einem Sommertag. Alle Krippenkinder spielten im Sand, als plötzlich ein Baby – Eichhörnchen auftauchte und sich ganz dicht zu ihnen gesellte. Welch Aufregung! Es wirkte langsam und schwach auf uns. Für einige Zeit verschwand es dann, kam wieder und setzte sich bei Frau Weetendorf aufs Bein und blieb dort. Klar war, dass Eichhörnchen- Baby braucht Hilfe. So fuhren Frau Zabel und Frau Weeti zum Tierarzt in die Ahrensböker Straße. Dort wurde das Eichhörnchen wieder liebevoll aufgepäppelt. Dafür wollte der Tierarzt kein Geld haben und so wurde kurzerhand die Kollekte des nächsten Kita. - Gottesdienstes für die Tierarztpraxis gesammelt und mit den Kindern dort als Spende übergeben.
Auch die wiederkehrenden Feste im Guten Hirten haben ihre Tradition und erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind geprägt vom netten Beisammensein mit leckerem Essen und Trinken, guten Gesprächen, Aktionen für Eltern und Kinder, gemeinsamen Singen. … Tradition hat auch die Eingangstür, die seit Eröffnung des Hauses entweder materialbedingte oder technisch bedingte Probleme aufweist. Alle Bemühungen diese Tür in einen technisch einwandfreien Zustand zu versetzten, schlugen bislang fehl. Doch steht für alle immer die Tür der GUTEN HIRTEN offen und jedermann ist seit jeher willkommen. Daran hat sich über die Jahre nichts verändert.
Ja, in 50 Jahren gibt es viel zu berichten. Es ist die Zeit, um in Erinnerungen zu schwelgen und ein Fest zu genießen, das ganz im Zeichen des Guten Hirten steht. In großer Vorfreude erwarten wir nun den 30. April 2021.

Ihre Brigitte Weetendorf




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