20210826_115140

„Wenn die ersten Tropfen fallen,

lustig auf das Pflaster knallen,

blühen sie wie Blumen auf.

Bunt gestreifte, bunt gefleckte,

bunt getupfte, bunt gescheckte,

nehmen fröhlich ihren Lauf.

 

Seit die ersten Tropfen fielen,

schweben sie auf dünnen Stielen,

leuchtend, schimmernd, rund und glatt.

Bunt gestreifte, bunt gefleckte,

bunt getupfte, bunt gescheckte,

Schirme blühen in der Stadt.“ „Regenschirme“ (von Vera Ferra – Mikura)

Es gibt sie - diese Zeiten im Leben, in denen man ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter macht. Wenn im Job etwas schief läuft, eine Prüfung ins Haus steht, man einen geliebten Menschen verliert, die nächste Corona-Welle naht. Dann scheint alles grau zu sein. Die Tropfen des Lebens – sie fallen. Prasseln auf mich nieder wie der Regen, der den Boden tränkt. Füllen meine Seele an. Da ist es gut zu wissen, dass da einer ist, der mich sieht. Der sich gerade dann schützend vor meine Seele stellt und mich daran erinnert, dass das Leben bunt ist. Trotz des Regens. Einer der mir sagt, dass auf grauen Himmel ein Regenbogen folgt. Und wer weiß – vielleicht kann auch ich zum Schirm für meinen Nächsten werden...  

„Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.“ (Ps 91,1+2)       

         

             Bleibt behütet! Julia Braunsteiner

Zum Seitenanfang