Baggern

In den Nachrichten sehe ich täglich die Bilder der Flut, unfassbar, furchtbar, surreal… Worte können fast nicht wiedergeben, was einem dabei durch den Kopf geht. Und dann das Gefühl der Ohnmacht gegenüber den Naturgewalten, die Fragen nach Schuld und Versäumnissen angesichts all dessen. Diesen Fragen wird man sich zu stellen haben. Aber jetzt ist erst einmal retten, helfen, schützen, bergen angesagt. Und viele helfen mit. Die Menschen sind dankbar, freuen sich über jede Hilfe. Da sind Menschen, die das Herz in die Hand nehmen, sich auch unter Lebensgefahr einsetzen, um andere zu retten. 

So wie der Baggerfahrer, der sagte: Ich baggere euch die Schleuse frei. Gesagt, getan und hat den Abfluss freigebaggert, das Wasser konnte geordnet abfließen und die Staumauer war gerettet. Ein Held wollte er nicht sein: Das hätte jeder andere auch getan, sagte er, er habe gebetet und dann mit dem Gottvertrauen gearbeitet, die Staumauer werde schon halten. Beten und baggern, beten und handeln, beten und spenden. Lasst uns solidarisch sein. Ich zünde eine Kerze an und bete für die Betroffenen, Angehörigen und die Rettungskräfte um Beistand und Hilfe.

Gott helfe euch, Gott schütze euch. Amen 

Brigitte Mehl

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