Aktuelles aus der Gemeinde / Nachlese
„Typisch Kirche“...
..., mögen viele spontan denken, wenn sie diese Jahreslosung lesen.
Immer mit dem erhobenen Zeigefinger drohen. Aber halt! Das ist gar nicht gemeint. Ich glaube, hier ist Paulus einfach ein guter Seelsorger. Das gewicht liegt auf der zweiten Hälfte des Bibelverses. Wir sollen Böses mit Gutem überwinden. Das ist nicht leicht, denn meist wollen wir mit gleicher Münze heimzahlen, um unseren Ärger loszuwerden. Aber dieses Denken macht nicht glücklich. Viel befreiender und überraschender ist es eben, Böses mit Gutem zu überwinden. Also mit Freundlichkeit und Humor auf verbissene Kritik reagieren und auf Vergeltung zu verzichten. Solche Haltung macht uns nicht klein, sondern im Gegenteil. Sie macht uns groß! Ja, sie ist eigentlich die Paradediszilin unserer jüdisch-christlichen Tradition. Lassen wir uns einladen, diese Disziplin zu üben. Nicht immer, aber immer öfter und vielleicht können wir irgendwann gar nicht mehr anders. Es gäbe Schlimmeres ...-
Nikolaus Schneider,
Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Hunderte feierten den neuen Kirchplatz
Die Bürgermeisterin richtete den Blick zurück in die 90er-Jahre. Als alles begann. Als sich Stockelsdorf auf den Weg machte sich zu erneuern, als erste Entwürfe für die Neugestaltung des Stockelsdorfer Ortsmittelpunktes allmählich Gestalt annahmen.
Ortsbildsprägende Pläne reiften in den vergangenen 15 Jahren, die am 18. Juni mit der feierlichen Einweihung des Umfeldes der Kirche endlich ihren Höhepunkt und Abschluss fanden.
Es sei ein langer Weg gewesen, erinnerte Brigitte Rahlf-Behrmann. Aber eine chinesische Weisheit am Beginn der langen Zufahrt zum Gotteshaus habe die Richtung gewiesen: „Selbst der längste Weg beginnt mit einem ersten kleinen Schritt“ , zitierte die Verwaltungschefin „und nun haben wir das Ziel erreicht“.
Wer bis zum Ende der Einweihungsfeier an der Stockelsdorfer Kirche ausharrte, wurde mit einem eindrucksvollen Barock-Feuerwerk belohnt, das Feuerwerker Karsten Prumbs gekonnt in Szene setzte.
Mit dem neuen Einkaufszentrum, mit Rathausmarkt und dem neugestalteten parkähnlichen Kirchenumfeld sei ein belebter Ortsmittelpunkt entstanden. Rund 900 000 Euro waren dafür aufgewandt worden. Rahlf-Behrmann: „Die Kirche steht jetzt wie auf einem Tablett ,mittendrin’, genau so, wie es sich auch die Verantwortlichen der Kirchengemeinde gewünscht haben.“ Politik, Verwaltung und Kirche sowie die Aktivregion Innere Lübecker Bucht hätten gemeinsam dazu beigetragen. „Die Neugestaltung verleiht Stockelsdorf einen identitätsbildenden, unverwechselbaren Charakter“, sagte die Bürgermeisterin Rechtzeitig zum Fest war auch der Brunnen als lebensspendendes Element fertig geworden. Die Kinder nahmen ihn begeistert in Beschlag.
Früher habe man die Kirche nicht so gut wahrnehmen können, räumte Pastor Hans Kilian ein, der mit seinen Kollegen Brigitte Mehl, Wolfram Glindmeier und Almuth Jürgensen eine Andacht gestaltete. „Wir sind deshalb froh und glücklich, dass die Kirche in den Mittelpunkt gerückt ist, dass sie jetzt mittendrin steht.“ In enger und vertrauenswürdiger Zusammenarbeit der gemeindlichen wie der kirchlichen Gremien sei eine Lösung gefunden worden, die große Akzeptanz gefunden habe.
Unter das Thema „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg“ hatte Pastorin Jürgensen die Predigt gestellt. Sie mahnte, dass auf Gott stets vertraut werden könne und bekannte, dass sie deshalb den Satz des Psalmbeters „Du bist bei mir“ als einen der eindrucksvollsten betrachte. Auch der Kirchenkreis war bei dem bedeutenden Ereignis vertreten: Als prominenter Gast nahm der Eutiner Propst Matthias Wiechmann an der Einweihung teil.
Anfängliche Sorgen der Veranstalter wegen des Wetters erwiesen sich im übrigen als unbegründet. „Ich hab’s ja immer gesagt“, lachte Pastorin Jürgensen, „beten hilft.“ Nach den Regengüssen des Nachmittags hatten die Besucher am frühen Abend immer wieder bange Blicke zum Himmel gerichtet: Bleibt es trocken bei unserer große Einweihungsfeier? Alle Stoßgebete der Verantwortlichen fruchteten am Ende – das Wetter hielt. Viele hundert Stockelsdorfer drängten sich trotz nur mäßiger Temperaturen bis fast gegen Mitternacht auf dem Kirchenvorplatz. Sie wollten unbedingt dabei sei, wenn dieses lang ersehnte Ereignis über die Bühne ging.
Bei Grillwurst und Spanferkel, frisch gezapftem Bier und süffigem Wein bot sich den Besuchern bis in den späten Abend Gelegenheit zu zahllosen Gesprächen. Musikalisch umrahmten Lemmys Brass, Posaunenchor, Kirchenchöre, Liedertafel, der Quartettverein und der Kleine Chor der Fackenburg-Stockelsdorfer Quartettvereins die Feier. Mit einem eindrucksvollen Barock-Feuerwerk am Ende wurden die Festbesucher für ihr Ausharren belohnt.
Von Lothar Braun (Lokalredaktion der Lübecker Nachrichten)
Dankeschön
Liebe Gemeinde
Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass wir auf dem Gemeindefest
am 18./19. Juni einen Gesamterlös in Höhe von 2.551,69 Euro erzielen konnten.
Es werden somit 1.275,85 Euro an das Diakonische Zentrum in Tandala, Tansania und ebenfalls 1.275,85 Euro an die Kirchengemeinde und das Krankenhaus in Bulongwa, Tansania überwiesen werden.
Außerdem können wir auch noch Kollekten in Höhe von 852,16 Euro überweisen.
Ganz herzlichen Dank an alle, die dies durch ihre Spenden und ihren tatkräftigen Einsatz möglich gemacht haben!
Ihre Pastorin Brigitte Mehl










