Ev.-Luth. Kirchengemeinde Stockelsdorf  
 

Otto Flath



Autobiographie
Selbstportrait Flath
Otto Flath

Holzbildhauer und Maler
1906-1987

Der Holzbildhauer Otto Flath wird als Kind einer deutschen Auswandererfamilie am 9. Mai 1906 in Staritzke bei Kiew in der russischen Ukraine geboren.
Bis 1914 lebt er in der großen Familie in einfachen, aber glücklichen bäuerlichen Verhältnissen. Beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges wird der Vater nach Sibirien verbannt, die Mutter mit den sieben Kindern aus ihrem Haus vertrieben und in einem Raum eines russischen Hauses in Charkow untergebracht.
1917 wird die Familie aus Rußland ausgewiesen und muß zwei Jahre in Riga während der bolschewistischen Revolution auf ein deutsches Schiff warten.
1919
gelangt die ganze Familie - auch der Vater kehrt zurück - nach Kiel-Melsdorf, wo Flath erstmals in die Schule kommt, die er in drei Jahren durchläuft.
Nach einer Elfenbeinschnitzerlehre und schwierigen Zeiten der Arbeitslosigkeit, erhält er ein Stipendium für die Holzbildhauerklasse der Kunst- und Gewerbeschule in Kiel. 1932 lernt er das kunstliebende Offiziers-Ehepaar Willy und Ellen Burmester kennen, mit denen er eine Künstlergemeinschaft schließt.
1935
ziehen sie gemeinsam nach Bad Segeberg, wo sie sich ein Haus am See kaufen.
1948 wird die erste kleine Ausstellungshalle gebaut.
1952 gründet Lydia Peters den Freundeskreis.
Seit 1954 ist Gerda Orthmann Mitarbeiterin und später 1. Vorsitzende des Otto Flath-Kreises. Sie gibt im Laufe der Jahre mehrere Bücher über sein Schaffen als Künstler heraus.
Otto Flath wird 1971 Ehrenbürger der Stadt Bad Segeberg.
1972 wird die große Otto-Flath-Halle gebaut.
Nach dem Tod von Willy und Ellen Burmester (1978), wird die Beziehung zu Gerda Orthmann, die durch ihre Pensionierung jetzt mehr Zeit hat, enger. Sie ist in den letzten 9 Jahren seine Lebensgefährtin.
1979 wird eine Straße in Bad Segeberg nach ihm benannt.
Anläßlich seines 75. Geburtstages wird Otto Flath 1981 für seine herausragenden Leistungen das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Otto Flath stirbt am 10. Mai 1987 in Bad Segeberg.

Otto Flath hinterläßt uns tausende von Holzskulpturen, Aquarellen und Zeichnungen, die eine tägliche Freude für Menschen in aller Welt darstellen.
Die ca. 50 großen Altäre haben in ihren Kirchen einen besonderen Wirkungsgrad.

 

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